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Verkehrsunfall: Rasche Rechtsberatung bei einem Anwalt kann sich lohnen

Aktualisiert: Sept 30


Verkehrsunfälle mit Sach- und Personenschaden ziehen eine Reihe von rechtlichen Verfahren und Fragen nach sich. Sowohl für den fehlbaren Lenker wie auch für die geschädigte Person. Eine rasche anwaltschaftliche Beratung kann helfen, die den Verfahrenen innewohnenden Stolpersteine und die damit verbunden Risiken zu erkennen und zu umgehen. Sowohl für den Unfallverursacher wie auch für das Verkehrsopfer.


Folgendes Beispiel einer Auffahrkollision soll dies für Sie veranschaulichen:

Der Unfallverursacher verursacht durch Unachtsamkeit (z.B. Ablenkung durch Handy) eine Auffahrkollision. Das vor ihm befindliche Fahrzeug hat aber gleichzeitig völlig unerwartet eine Vollbremsung gemacht. Es entsteht an beiden Fahrzeugen Sachschaden und das Opfer erleidet ein Beschleunigungstrauma. Da die beteiligten Personen mit der Situation überfordert sind, wird die Polizei gerufen.


Als Unfallverursacher tuen Sie gut daran, die Angelegenheit direkt vor Ort ohne Polizei zu regeln. Denn andernfalls, wenn die Polizei kommt, wird ein Straf- und Administrativmassnahmeverfahren (Führerausweisentzug) zwingend eingeleitet. Das bedeutet: Anerkennung des Verschuldens mittels Europäischem Unfallprotokoll unter Erwähnung des unerwarteten Bremsmanövers. Drängt die geschädigte Person auf den Beizug der Polizei, ist es sehr ratsam, diese auf die negativen unnötigen Folgen für Sie (Strafverfahren und Administrativverfahren) aufmerksam zu machen und auf die Haftungsanerkennung auf dem Protokoll hinzudeuten. Ausserdem kann das Argument helfen, dass die Schadenregulierung durch das Strafverfahren zeitlich unnötig verzögert wird. Im Notfall lohnt sich ein Anruf beim Anwalt.


Als Verkehrsopfer benötigen Sie wie erwähnt die erwähnte Haftungsanerkennung auf dem Unfallprotokoll unter genauer Beschreibung des Unfallgeschehens, wie Positionen der Fahrzeuge, ca. gefahrene Geschwindigkeiten etc. Hat jemand den Vorfall gesehen, bitten Sie diese Person um deren Kontaktangaben. Im Zweifelsfall rufen Sie die Polizei oder holen Rat bei Ihrem Anwalt.


Medizinische Dokumentation bei z.B. bei Schleudertrauma ist wesentlich:

Noch wichtiger nach dem Unfall ist die medizinische Dokumentierung des Heilungsverlaufes. Begeben Sie sich direkt nach dem Unfall zu einem Arzt oder Spital und lassen sich medizinisch abklären. Achten Sie darauf, dass der Arzt das Formular für Schleudertrauma benützt.

Sofern die Beschwerden längere Zeit fortdauern, ist es für die spätere Schadenregulierung beweisrechtlich äussert sachdienlich, die Beschwerden regelmässig in ärztlichen Berichten festhalten zu lassen.

Als dann gilt es den Personen- und Sachschaden zu regulieren. Schäden an Fahrzeugen geben in der Praxis selten Anlass zur Diskussion. In aller Regel werden die Schäden durch die Versicherungen begutachtet.


Die Regulierung von Personenschäden ist komplexer:

Im Schweizer Haftpflichtrecht gilt der Grundsatz, dass geschädigte Personen finanziell so zu stellen ist, wie wenn das schädigende Ereignis nie stattgefunden hätte (Differenztheorie). Bei Personenschäden ist neben der finanziellen Einbusse eine Genugtuungsleistung als Schmerzensgeld für die erlittene Unbill zu leisten.

Wird die Haftung bei Verkehrsunfällen anerkannt, stehen Fragen rund um die Schadenberechnung und Schadenzumessung im Vordergrund. Hier ist bereits Vorsicht geboten. So wissen geschädigte Personen bei einem Körperschaden oft gar nicht, welche Schadenersatzposten überhaupt geltend gemacht werden können. Hat das schädigende Ereignis zudem weitrechende finanzielle Konsequenzen für die Zukunft wie Arbeitslosigkeit, Einschränkung im Haushalt, Dauerschmerzen etc. muss der Schaden für die Zukunft kapitalisiert werden. Sofern ein Eigen- oder Drittverschulden im Raum steht, stellen sich ferner Fragen zur Haftungseingrenzung bzw. –herabsetzung.

Es ist in all diesen Fällen völlig normal, dass seitens der geschädigte Person regelmässig eine Überforderung vorliegt. Es kommt hinzu, dass etwa Versicherungen einen Wissensvorsprung haben, sie machen ja nichts Anderes, was in der Schadenregulierung zum Nachteil gereichen kann. Es empfehlt sich daher, einen spezialisierten Anwalt beizuziehen.


Wichtig bei Personenschäden ist zu wissen, dass Motorhaftpflichtversicherungen wegen der Komplexität die Kosten für einen eigenen Anwalt übernehmen müssen.

Nicht selten bestehen auch über die Krankenkasse oder bei anderen Versicherungen Rechtsschutz für Personenschäden. Daher unbedingt die Versicherungspolicen studieren!


Spätestens dann, wenn die Haftung von der Motorhaftpflichtversicherung ganz oder teilweise abgelehnt oder das Verfahren unnötig hinauszögert wird (Zermürbungstaktik), empfiehlt es sich, sich über die Möglichkeiten und Kosten für ein Klageverfahren anwaltschaftlich beraten und vertreten zu lassen. Klarheit über die Ansprüche und das Verfahren können zudem helfen, die Schadenabwicklung mit mehr Distanz zu sehen.

Vielseitige Erfahrung:

Ich bin seit vielen Jahren im Haftpflichtrecht und Strassenverkehrsrecht tätig und habe mich so fortlaufend spezialisiert. Während meiner Zeit bei Prof. Dr. iur. Hardy Landolt, einer Schweiz weit bekannten Ikone im Haftpflicht- und Sozialversicherungsrecht, konnte ich zusätzliches Spezialwissen aneignen. Als nebenamtlicher (Straf-)Richter am Bezirksgericht Höfe habe ich die Denkweise eines Gerichts im Haftpflicht kennenlernen dürfen. Ich arbeite kundennah und praktisch, immer mit dem Anspruch, die Schadenregulierung so rasch als möglich abzuschliessen. Bei Langzeitverfahren kommen mir bzw. meinen Klienten zudem meine Fähigkeiten als personal Coach zugute.


Profitieren Sie von diesen vielfältigen Erfahrungen für Ihre Angelegenheit!


Sind Sie von einem Unfall oder einem anderen schädigenden Ereignis betroffen und wollen Schadenersatzansprüche geltend machen?


Rufen Sie mich an und vereinbaren einen Gesprächstermin. Gerne kläre ich Sie über alle wesentliche Punkte auf.





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