Berufliche Vorsorge (BVG)

Die berufliche Vorsorge oder die sogenannte zweite Säule ist neben der AHV die zweite gesetzlich vorgeschriebene Alters- und Invalidenversicherung in der Schweiz für arbeitstätige Personen.

Die berufliche Vorsorge richtet Leistungen bei Invalidität nach Massgabe der im IV-Verfahren gewonnen Erkenntnisse aus. Sie ist somit das Wägelchen am Zug. Deswegen stellen sich in der Praxis weniger medizinische Fragen. Im Brennpunkt stehen die Versicherteneigenschaft sowie sachliche wie zeitliche Deckungsfragen.


Häufigster Streitpunkt ist die sachliche und zeitliche Kausalität, namentlich ob das versicherte Ereignis (Erkrankung oder Unfall) in eine Zeit fällt, in welcher die versicherte Person angestellt (inklusive der einmonatigen Nachfrist) und versichert gewesen ist. Das kann gerade bei unklaren Beschwerdebildern oder bei Erkrankungen mit schubartigen Auswirkungen höchst strittig sein. Weitere Streitpunkte sind, wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin bei mehreren Kassen versichert gewesen ist, keine sich aber als ganz oder teilweise zuständig erachtet.


Da im Gegensatz zu den anderen Verfahren im Sozialversicherungsrecht im BVG-Bereich Klage erhoben werden muss, ist der Beizug eines spezialisierten Rechtsanwaltes sehr ratsam. Lehnt Ihre berufliche Vorsorgeversicherung die gesetzlichen Leistungen z.B. mangels zeitlicher oder sachlicher Konnexität ab? Dann schreiben Sie mir und ich werde mich mit Ihnen in Verbindung setzen.